Aktualisiert am Montag, 15. Juni 2026 um 11:21 Uhr UTC

BERLIN, 15. Juni (Reuters) – Das deutsche Finanzministerium hat am Montag einen Bericht zurückgewiesen, wonach Finanzminister Lars Klingbeil den Verhandlungsführern der Regierungskoalition zwei Vorschläge zur Einkommensteuerreform vorgelegt habe.
„Ziel der Einkommensteuerreform wird es sein, die Steuerlast für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verringern“, sagte ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums gegenüber Reuters. „Arbeit und Erfolge sollten lohnender sein“, fügten sie hinzu.
Spiegel sagte, Klingbeil erwäge eine Anhebung des Satzes der sogenannten „Reichensteuer“, die 45 Prozent beträgt und für Einzelsteuerzahler mit einem Jahreseinkommen von etwa 280.000 Euro oder mehr gilt.
Die Pläne würden auch die Einkommensgrenze erhöhen, ab der der Höchstsatz von 42 % gilt. Derzeit entspricht dies einem steuerpflichtigen Einkommen von rund 70.000 Euro, und Spiegel sagte, dieser Schritt sei wahrscheinlich darauf ausgerichtet, die Unterstützung der Koalitionskonservativen zu gewinnen.
Für die teuerste Variante schlägt Klingbeil vor dem erwarteten Urteil des Bundesverfassungsgerichts neben anderen Maßnahmen auch eine Erhöhung der Erbschaftssteuer vor, so der Spiegel.
Der Sprecher des Finanzministeriums sagte, die deutsche Koalitionsregierung werde die Einzelheiten weiterhin vertraulich besprechen.
(Berichterstattung von María Martínez und Holger Hansen, Redaktion von Thomas Seythal und Alexander Smith)