Der WUC äußert in seinem wöchentlichen Bericht seine Besorgnis über die Rechte der uigurischen Kinder, Chinas Gesetz zur ethnischen Einheit und den Abschiebefall Deutschlands

Der WUC äußert in seinem wöchentlichen Bericht seine Besorgnis über die Rechte der uigurischen Kinder, Chinas Gesetz zur ethnischen Einheit und den Abschiebefall Deutschlands

NIA | Aktualisiert: 26. Juli 2026 14:31 IST

München (Deutschland), 26. Juli (ANI): Der Weltkongress der Uiguren (World Uyghur Congress, WUC) hob in seinem jüngsten Wochenbericht eine Reihe von Entwicklungen im Zusammenhang mit den Rechten der Uiguren hervor, darunter eine Präsentation vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes (CRC), den Widerstand gegen Chinas neu eingeführtes Gesetz zur ethnischen Einheit, die Abschiebung eines uigurischen Asylbewerbers aus Deutschland nach China und neue wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Untersuchung staatlicher Repression in autoritären Regimen. Wöchentliche Zusammenfassung des WUC: Am 20. Juli 2026 haben der WUC und das Uyghur Center for Democracy and Human Rights (UZDM) gemeinsam einen Bericht an den Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte des Kindes im Vorfeld der bevorstehenden Überprüfung Chinas durch den Ausschuss übermittelt. Der Bericht soll die Vorsitzungs-Arbeitsgruppe des Ausschusses informieren, deren Sitzung vom 29. September bis 2. Oktober 2026 geplant ist. Wie im WUC-Wochenbericht zitiert, untersucht der Bericht die Situation uigurischer Kinder im Rahmen der Konvention über die Rechte des Kindes. Darin wird behauptet, dass chinesische Behörden uigurische Kinder systematisch von ihren Familien trennen, sie in staatlichen Internaten unterbringen und den Familienkontakt erheblich einschränken, was zur Erosion der uigurischen Sprache, Kultur und Identität führt. In dem Bericht wird außerdem behauptet, dass die Inhaftierung von Eltern und Verwandten, die Einschränkung islamischer Babynamen, die als „extrem“ gelten, und die Kriminalisierung religiöser Praktiken von Menschen unter 18 Jahren zur Unterdrückung der uigurischen Identität beigetragen haben. Nach Angaben des WUC werden Wohlfahrtseinrichtungen und Internate als Instrumente genutzt, um die Assimilation uigurischer Kinder in die Treue zur Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihrer Ideologie zu beschleunigen. Der Wochenbericht weist außerdem darauf hin, dass der WUC am 21. Juli eine gemeinsame Erklärung herausgab, die von mehr als 50 uigurischen Organisationen unterstützt wurde und in der er Chinas Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts verurteilte, das am 1. Juli 2026 in Kraft trat. Laut der vom WUC zitierten Erklärung dient das Gesetz als Rahmen für Zwangsassimilation, indem es das Konzept der chinesischen Nation mit dem der Kommunistischen Partei Chinas gleichsetzt. Die Organisationen argumentierten, dass das Gesetz die Existenz uigurischer, tibetischer, mongolischer und anderer Han-ethnischer Identitäten nur insoweit verbietet, als sie in einer einzigen, von der Partei definierten nationalen Identität aufgehen.

Der WUC äußerte außerdem Bedenken hinsichtlich Artikel 63 des Gesetzes, der seiner Ansicht nach eine extraterritoriale Gerichtsbarkeit begründet und eine Politik der grenzüberschreitenden Unterdrückung gegen im Ausland lebende Uiguren, Tibeter, Mongolen und chinesische Dissidenten formalisiert. In der gemeinsamen Erklärung wurde die internationale Gemeinschaft aufgefordert, sinnvolle Schritte zur Aufhebung des Ethnic Unity and Progress Act zu unternehmen. Der wöchentliche Bericht befasste sich auch mit der jüngsten Abschiebung des uigurischen Asylbewerbers Arafat Adil aus Deutschland nach China. Nach Angaben des WUC wurde Adil, der in Deutschland Asyl beantragt hatte, von Frankfurt nach Peking abgeschoben, obwohl die Organisation die deutschen Behörden aufgefordert hatte, ihn nach Türkei zu schicken, wo seine Mutter lebt. Wie vom WUC zitiert, kam Adil am 22. Juli in Peking an, wo er Berichten zufolge von chinesischen Behörden festgenommen und verhört wurde. Später konnte er am 23. Juli nach Istanbul reisen. Der Weltkongress der Uiguren und die Gesellschaft für gefährdete Völker verurteilten die Abschiebung aufs Schärfste und erklärten, dass die Rückführung eines Uiguren nach China ihn einem ernsthaften Risiko der Verfolgung aussetze, obwohl auf internationaler Ebene ein breites Bewusstsein dafür besteht, was die Organisationen als anhaltenden Völkermord am uigurischen Volk bezeichnen. Der wöchentliche Bericht hob auch die kürzlich veröffentlichte akademische Forschung von Dr. Adrian Zenz hervor, in der er die Research Policy Analysis (IPA) vorstellte, eine Forschungsmethode zur Aufdeckung verborgener Regierungen. Politik in stark eingeschränkten autoritären Umgebungen. Nach Angaben des WUC beschreibt die peer-reviewte Studie, wie Forscher verborgene staatliche Richtlinien rekonstruieren können, indem sie öffentlich verfügbare Regierungsdokumente, Beschaffungsunterlagen, Vorschriften und andere offizielle bürokratische Beweise analysieren, insbesondere in Situationen, in denen ein direkter Zugang zu den betroffenen Regionen nicht möglich ist. Die Organisation sagte, das Rahmenwerk biete Forschern ein neues Instrument zur Untersuchung mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen in geschlossenen, autoritären Gesellschaften. (ANI)

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