Es sieht so aus, als ob China bei der Einführung von Plug-in-Elektroautos weltweit führend sein wird, aber welche Autoherstellerländer werden folgen?
Während in Japan und den USA gleichzeitig Elektroautos auf den Markt kamen, hinkte Europa etwas hinterher.
Jetzt scheint jedoch Deutschland – Heimat des größten Teils der europäischen Automobilindustrie – aufzuholen.
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Tatsächlich könnte Deutschland nach China und den USA zum weltweit drittgrößten Markt für Elektrofahrzeuge werden.
Zu diesem Schluss kommt ein Bloomberg-Bericht von Mitte Februar, der mit einer Anekdote über einen 2.400 Meilen langen Roadtrip von Stuttgart in Deutschland in die norwegische Hauptstadt Oslo und zurück begann.
Die Fahrt erfolgte in einem Tesla Model S, das unterwegs vollständig über das unternehmenseigene Netzwerk an Supercharger-DC-Schnellladestationen versorgt wurde.
Verkaufsprognosen für Elektroautos für 2018 (China, USA, Norwegen, Deutschland und Großbritannien) von Bloomberg New Energy Finance
Zu den Nutznießern des Verkaufsbooms gehört der amerikanische Elektroautohersteller Tesla, dessen Verkaufserfolg in den USA und auf der ganzen Welt den traditionellen deutschen Autoherstellern in nichts nachstand.
Auf den Hochgeschwindigkeitsautobahnen des Landes sieht man mittlerweile Teslas neben den größeren und teureren Limousinen von Audi, BMW und Mercedes-Benz.
Bloomberg New Energy Finance prognostiziert, dass Deutschland in diesem Jahr Norwegen beim Verkauf von Elektroautos überholen wird, was angesichts der jeweiligen Bevölkerung von 83 Millionen bzw. 5,2 Millionen vielleicht nicht überraschend ist.
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Norwegen ist seit langem führend beim Verkauf von Plug-in-Fahrzeugen in Europa und verfügt über ein aggressives Programm zur Reduzierung der CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge, das erhebliche Steuersenkungen und andere Anreize für den Kauf und die Nutzung von Elektroautos umfasst.
Ein wesentlicher Faktor, der den Verkauf von Elektroautos gefördert hat, ist die wachsende Präsenz von Gleichstrom-Schnellladestationen nicht nur auf deutschen Autobahnen, sondern auch entlang von Autobahnen in angrenzenden Ländern und sogar in weiten Teilen des Kontinents, angeführt vom 125-Kilowatt-Tesla-Supercharger-Netzwerk.
Die Zahl der Schnellladestandorte in Deutschland ist bereits fünfmal höher als in den Vereinigten Staaten, obwohl es in Nordamerika riesige Gebiete mit sehr dünner Besiedlung gibt, die es in Deutschland nicht gibt.

WAVE Elektroauto-Parade in Stuttgart, Deutschland.
Die Bundesregierung hat vor einigen Jahren den Aufbau eines nationalen Schnellladenetzes gefördert, und die Früchte dieser Förderung werden nun jeden Monat von Tausenden neuen Elektroautofahrern genutzt.
Es ist auch erwähnenswert, dass Deutschland nicht alle Eier seiner umweltfreundlichen Autos in einen Korb gelegt hat: Es hat auch ein landesweites Netzwerk von Wasserstofftankstellen finanziert, das den Verkauf von Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen ohne Abgasemissionen ermöglicht.
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In der Zwischenzeit plant Audi, das 2019 im Herbst auf den Markt kommende Langstrecken-Elektro-SUV Audi e-tron mit einer 150-kW-Schnellladung auszustatten, und Porsche wird den Einsatz mit einer 350-kW-Turboaufladung in der für 2020 erwarteten Serienversion der elektrischen Sportlimousine Mission E erhöhen.
Die Vereinigten Staaten verfügen trotz des Modells, das das Tesla Supercharger-Netzwerk vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat, über keinen kohärenten nationalen Plan für umfassendes Schnellladen, und die Arbeit wird weitgehend der Privatwirtschaft überlassen.