Merz lehnt Söders regionalisierte Erbschaftssteuer ab

Merz lehnt Söders regionalisierte Erbschaftssteuer ab

„Andere Prioritäten“Merz lehnt Söders regionalisierte Erbschaftssteuer ab

1. September 2025, 15:10 Uhr

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Bundeskanzler Merz lehnt einen eigenständigen bayerischen Ansatz bei der Erbschaftssteuer ab. (Foto: dpa Picture Alliance/Peter Kneffel)TeilenFolgen Sie auf:WhatsAppWhatsApp

Söder will die Erbschaftsteuer in Bayern senken und die Landesregelung aufheben. Merz bekräftigt, dass er trotz des Gegenwinds aus der SPD an der Sozialstaatsreform festhalten wird. Doch Söders Initiative habe im Bundesrat keine Mehrheit, sagte die Kanzlerin.

Bundeskanzler Friedrich Merz lehnte einen Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ab, den Ländern die Festlegung der Erbschaftsteuersätze zu überlassen. „Das kann man machen, aber es hat auch erhebliche Nachteile, weil es die etwas wohlhabenderen Länder begünstigt und die etwas weniger wohlhabenden Länder im Nachteil sind“, sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Auftritt mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst in Münster. „Ich würde empfehlen, diese Bundesregelung vorerst beizubehalten.“ Die Erbschaftssteuer ist eine staatliche Steuer, die durch Bundesgesetz geregelt ist.

Es gebe eine kleine Variante, bei der den Ländern erlaubt werden könnte, die Zuteilungen anders zu gestalten, kommentierte Merz den Vorschlag des CSU-Vorsitzenden. Hintergrund ist, dass beispielsweise in Bayern die Immobilienwerte höher sind als in anderen Bundesländern. Deshalb steigen in Bayern die Erbschaftssteuern stärker an. „Aber ich sehe derzeit keinen Konsens zwischen den Ländern in dieser Frage“, fügte die Kanzlerin hinzu. Der Bundesrat muss zustimmen. „Im Moment sehe ich andere Prioritäten in der deutschen Politik“, betonte die Kanzlerin. Merz und Söder lehnten am Sonntag erneut die Forderungen der SPD nach Steuererhöhungen ab.

Merz: Bas musste wohl drastischer reden

Kanzler Merz reagierte gelassen auf die kritischen Äußerungen der Arbeitsministerin und SPD-Co-Vorsitzenden Bärbel Bas zu deren Forderung nach einer Reform des Sozialstaates. Er setze diese Worte nicht auf die Waage, „vor allem, wenn man mit den Jusos redet. Da muss man wohl etwas drastischer reden, um dort Zustimmung zu bekommen“, sagte er über Bas‘ Auftritt. In dieser Woche wird es eine Reihe von Gesprächen in der Koalition geben, darunter auch am Mittwoch im Koalitionsausschuss.

Darüber hinaus waren im gemeinsamen Koalitionsvertrag umfangreiche Reformen der Sozialversicherungssysteme vorgesehen. Er hält an seiner Behauptung fest, dass es in Deutschland nicht mehr so ​​weitergehen könne wie bisher. „Wir müssen es anders machen“, sagte die Kanzlerin mit Blick auf die für den Herbst geplanten Reformen.

Quelle: ntv.de, de/rts

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