Deutsche Autoverkäufe sinken im Juli: sicherer

Deutsche Autoverkäufe sinken im Juli: sicherer

DUISBURG: Luftaufnahme von zum Verkauf stehenden Neuwagen im Hafen von Duisburg, Westdeutschland. Der deutsche Automarkt verzeichnete im Juli 2021 einen Rückgang um 25 Prozent. – AFP

HAMBURG: Der Verkauf von Neuwagen in Deutschland ging im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurück, wie offizielle Daten gestern zeigten. Nach Angaben des Verkehrsamtes KBA wurden im vergangenen Monat auf Europas größtem Automobilmarkt insgesamt 236.393 Neufahrzeuge zugelassen, 25 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Aufgrund eines zusätzlichen Arbeitstags und der Auswirkungen einer Umsatzsteuersenkung, mit der den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegengewirkt werden soll, waren die Neuzulassungen im Juli vergangenen Jahres besonders hoch, wie der Verband der Automobilimporteure VDIK in einer Pressemitteilung mitteilte.

Laut VDIK stellen die Zahlen jedoch den zweitniedrigsten Monat für Neuwagenverkäufe in Deutschland seit 1991 dar. Der Rückgang ist der erste nach vier aufeinanderfolgenden Monaten mit steigenden Neuwagenzulassungen. „Die erwartete Markterholung lässt noch auf sich warten“, sagte Peter Fuss, Partner bei EY.

„Trotz der guten Konjunkturentwicklung und der Tatsache, dass es im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben nur noch wenige Einschränkungen gibt, bleibt die Unsicherheit groß, insbesondere angesichts der steigenden Fallzahlen und der schleppenden Impfkampagne.“ Ein Faktor ist auch der weltweite Mangel an Halbleitern, der die Automobilhersteller stark zu spüren bekommt.

Laut Fuss könnten die Auswirkungen der Chipkrise auch in der zweiten Jahreshälfte „erhebliche Auswirkungen“ haben. Das Wachstum der Elektrofahrzeugverkäufe verlangsamte sich im Juli auf 52 Prozent, verglichen mit fast 300 Prozent im Juni. Elektromodelle machten 11 Prozent aller Verkäufe oder insgesamt 25.464 Einheiten aus. Nach Angaben des KBA stiegen die Verkäufe von Hybridautos im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent. -AFP

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